Die Maus

Spitzmaus, Wühlmaus, Feldmaus ?

Man unterscheidet bei Mäusen zwischen Wühlmaus und echter Maus sowie Spitzmaus.

Abgesehen von ihrem Aussehen kann man sie auch an ihrem Verhalten und an ihren Spuren sowie den Schäden, die sie anrichten, voneinander unterscheiden.

 

Die häufigsten Langschwanzmäuse im Garten

(es gibt rund 750 Arten)

nützlich für Gärtner, fressen oberirdisch Larven, Insekten, Würmer

Waldmaus  -  Brandmaus  -  Gelbhalsmaus  -  Zwergmaus

 

Die häufigsten Wühlmäuse (Kurzschwanzmäuse) im Garten

Schäden: in Gärten groß, durch Graben im Erdreich, Anfressen, flache Erdhügel, fräsen mehrere cm tiefe Schneisen durch den Rasen, unzählige Erdlöcher

Erdmaus  -  Feldmaus  -  Rötelmaus  -  Schermaus (Wasserratte)

Langschwanzmäuse

Hausmaus, Waldmaus, Brandmaus, Gelbhalsmaus, Zwergmaus

🏡  Hausmaus

Gattung: Hausmäuse / Familie: Ratten- und Mäuseartige

Langschwanzmaus

Pixabay

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 Lebt nicht im Freiland, nur in/an Gebäuden, verträgt keine lang anhaltende Nässe/Kälte, kann aber auch ganzjährig im Garten überleben.

Familienverbände, hohe Anpassungsfähigkeit, überleben in schwierigen Umgebungen 

Allgemeines

Alter: Freiland 3-4 Mon. /Gebäude 1 - 4 Jahre

Größe:  6 - 9 cm

Schwanz: 57 - 77 cm (dadurch von Wühlmäusen unterscheidbar, mit ringförmigen Schuppen bedeckt, kaum behaart)

Gewicht: 15 - 25 g

Oberseite Fell: Mausgrau bis braungrau

Unterseite: heller

Geschlechtsdimorphismus: nein

Augen/Ohren: große Augen + Ohren, (kleiner als bei Waldmäusen)

Gebiss: Nagetier-typische Schneidezäne mit Diastema, die oberen etwas eingekerbt (= Unterschied zur Waldmaus)

Lebensweise

Lebensweise: weitgehend nachtaktiv, auf durch Geruchsmarken festgelegten Bahnen, bodenlebend, kletternd, kein Winterschlaf,
Lebensraum: Gebäude + Freiland (ganzjährig o. nur während der kalten Monate in menschlichen Behausungen) 

Kommunikation: durch geruchliche und Ultraschall-Signale

Nahrung: Allesfressser, Gräser, Samen, Getreide, Nüsse, Wurzeln, Insekten. gerne Mehl, Korn, Obst (wenn nötig Vorratshaltung)

Schäden: Nagen an diversen Gegenständen und Lärmbelästigung

Nahrung

 Allesfressser, Gräser, Samen, Getreide, Nüsse, Wurzeln, Insekten. gerne Mehl, Korn, Obst (wenn nötig Vorratshaltung)

Schäden

 Nagen an diversen Gegenständen und Lärmbelästigung

Revier

Freiland 10–20 m²,Gebäuden 4–6 m²

i.d.R. ortstreu, Radius vom Nest 10 - 12 m, geringer Bewegungsradius, bewegen sich stets dicht an Wänden fort

Populationsdichte

 1 Maus pro 100 m² / in Gebäuden bis zu 10 pro m²

Fortpflanzung

(ganzjährig, bis 8 Würfe pro Jahr)

Tragzeit: ca. 21 Tage

Wurfgröße: 3 - 8

Selbständig: 21 Tage

Geschlechtsreife: 6 Wochen

Feinde / Krankheiten

Feinde:

Katze, Marder, Wanderratte, Fuchs, Eule, Greifvogel, Turmfalke, Schlange, Mensch

 

Übertragbare Krankheiten:

Leptospirose, Hanta-Virus

Bau

Freiland:  gräbt flache Baue unter Steinen, Wurzeln. Die unterirdischen Gangsysteme haben i.d.R. 1 geringe Ausdehnung. Häufig entlang von Hecken o. Mauerresten. Nestgröße variiertje Temperatur, nimmt mit beginnender Kälte im Herbst zu.

Nach Paarung bauen eigene Wurfnester. In Gebäude:  Spalten/Nischen zur Anlage der Nester. Bestehen meist aus locker zusammengefügten Stoff/Papierstücken, mit feineren, zerstückelten Materialien ausgefüllt.

Kommunikation

Geruchs- und Gehörsinn besonders gut entwickelt. Akustische Kommunikation durch eine Reihe von Lauten in unterschiedlichen Frequenzen.

Jungtiere, die aus dem Nest geraten, erzeugen zum Beispiel Ultraschalllaute als Zeichen des Unwohlseins und werden daraufhin vom Muttertier zurücktransportiert.

Verwirrungs-, Abwehr- und Schmerzlaute: bei erwachsenen Tieren fixer Bestandteil der innerartlichen Kommunikation

Markierungen: Duftspur durch Harnmarken , (Verteidigung Territorium, Botschaften). Eine Art Visitenkarte über Geschlecht, Sozialstaus, Fortpflanzungs- u. Gesundheitszustand.Der individuelle Duft wird vererbt wird,

Hausmaus Ende

🏡  Waldmaus

Gattung: Waldmäuse / Familie: Ratten- u. Mäuseartige

Langschwanzmaus

Steht unter Naturschutz

Links: Sandy Rae from Scotland, UK, CC BY 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/2.0>, via Wikimedia Commons

Rechts: Hedwig Storch, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons

Allgemeines

Alter: 12-15 Mon.

Körperform: größter aller Wühlmäuse

Größe Kopf-Rumpf: 6,8 - 10,2 cm 

Schwanz: 8,1 - 9,3 cm (zweifarbig mit heller Unterseite, kürzer als die Körperlänge)

Augen: groß

Ohren: groß, 1,4 - 2,0 cm

Oberseite: hellbraun - graubraun (Rückenmitte dunkler)

Unterseite: grauweiß, nie reinweiß

Kehle: strichförmiger Mittelfleck

Gewicht: 16 - 30 g

Geschlechtsdimorphismus

Lebensweise

Lebensweise: Weitgehend nachtaktiv, Bodenlebend, Kletternd
Lebensraum: besiedelt viele Lebensräume, vor allem mit offener Kraut- und Strauchschicht, auch im dichten Unterholz o. Getreidefeldern zu finden.

Früjahr: entlang von Gebüschstreifen / Herbst: zurück in Waldbereich

 

Nahrung

Samen (Bäume, Gräser,Kräuter), Triebe /Stängel, Wurzeln, Beeren/Obst. Fruchtkörper von Moosen.

Herbst: Beeren. Winter: Eicheln, Buchecker Tierische Nahrung Frühjahr/Sommer 20 % (Insekten (u.a. Kartoffelkäfer), Schnecken,  Regenwürmer, Vogeleier, Jungvögel,kleine Fledermäuse)

Schäden

geht gerne an Mehl, Korn, Obst.

Kein Forstschädling, verursacht weder Nage- noch Fraßschäden an Gehölzen. Sie trägt wesentlich zur Verbreitung von Samen einiger Pflanzenarten bei: Erdbeere, Blaubeere, Preisbeere sind selbst nach der Verdauung keimfähig

Revier

Revier: ♂ 0,18–0,31 ha / ♀ 0,01–0,21 ha.

Populationsdichte

max. 5 pro ha Frühjahr /20–50 Herbst, Zuwanderung nach Feldernte 50–100/ha;  Mischwäldern 1–40 / Ackerflächen 1–30 / ha.

Fortpflanzung

(Mrz - Sep., 2-3 Würfe pro Jahr)

Tragzeit:  23-26 Tage

Wurfgröße: 6 - 6

Säugen: 3 Wo

Selbständig: 21 Tage

Geschlechtsreife: 3. Monat

Weibchen ist bereits unmittelbar nach der Geburt erneut empfangsbereit

Feinde / Krankheiten

Feinde:

Greifvögel, Schleiereule, Waldkauz, Raufußkauz, Waldohreule, Uhu, Fuchs, Marderarten, Katze, Wildschwein.

 

Übertragbare Krankheiten:

Leptospirose, Hanta-Virus

Bau

 oberirdisch + unterirdisch.

Oberfläche: Nester nur bei hoher Laubschicht/ feuchtem Böden.

Zusammen mit Vorratskammern in Hohlräumen von morschem Holz oder überbaut vorhandene Vogelnester.

Grabtätigkeiten mit unteren Schneidezähnen. Vorderbeine: Abtransport von Erdmaterial.   Größe, Tiefe, Gestalt der Baue: i.d.R. bis zu 50 cm tief, Länge ca. 2,5 m. 1 Kammer mit 2 – 6 gut versteckten Eingängen. Rund 15 cm große Raum (Lagerung Vorräte) mit Blättern /Moos ausgekleidet. 1 Gangbiegung dient als Windfang und 1 senkrechter Gang (Fallröhre) zur Durchlüftung.

Während Jungenaufzucht verschließt das Weibchen beim Verlassen die Eingänge mit Erde /Pflanzenmaterial. 

Kommunikation

Kommunikation: Auseinandersetzungen als  lautstarke Konflikte  (niedriger als 20 kHz). Verschiedene Laute bei Gebiet erkunden, Körperpflege, innerartl. Kommunikation (über 20 kHz , für Menschen nicht hörbar). Orientieren am Erdmagnetfeld. Selbst gesetzte Wegmarkierungen..

Waldmaus Ende

Brandmaus (Langschwanzmaus)

Gattung: Waldmäuse / Familie: Ratten-u. Mäuseartige

Langschwanzmaus

Links:Арбузова Марина Владимировна, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons

Mitte: Ewa Dryjanska, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons

Rechts: Fibro, CC BY-SA 3.0 <http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/>, via Wikimedia Commons

Allgemeines

Alter: bis 1,5 Jahre

Körperform: Kopf spitz zulaufend, große Augen + Ohren

Größe:  Kopf-Rumpf 7 - 10,5 cm 

Schwanz: 6,5 - 9,2 cm, 3/4 so lang wie Kopf-Rumpf Länge, deutlich zweifarbig.

Ohren: relativ kurz, auf oberer Hälfte der Innenseite behaart

Oberseite: 2–3 mm schwarzer Aalstrich (ab 2–3 Lebenstag deutlich erkennbar), braun mit roten, grauen und gelben Farbtönen

Unterseite: grauweiß; Jungtiere allgemein grauer

Gewicht: 15 - 35 g

Lebensweise

Aktivität: Übergangsbereiche zwischen Wald / Wiese feuchter Lebensräume; 

Lebensweise: tag- u. nachtaktiv, im Vergleich zu anderen Waldmäusen verstärkte Tagesaktivität. In Relation zu Waldmaus u. Gelbhalsmaus ist sie ein schlechter Kletterer /Springer. Nur gelegentlich in oberirdischen Verstecken anzutreffen. Bodengebundene Lebensweise: 

Nahrung

Tierisch: Insekten, Weichtiere, Regenwürmer (Frühjahr +Fortpflanzungszeit), gelegentlich Frösche, Kleinsäuger.

Pflanzlich: Nüsse, Eicheln, Samen, Beeren

Schäden

Schäden nur in Forstbaumschulen

Revier

Männchen größer als die der Weibchen; ca. 5-50 Individuen pro Hektar

Populationsdichte

5 - 50 Individuen pro Ha (5 ha = 50000 m²)

Fortpflanzung

Apr - Sep / 3 -4 x pro Jahr

Tragzeit: 24 Tage

Anzahl Junge: 3–6 

Weibchen können direkt nach ihrer Geburt wieder begattet werden, sodass 2 Würfe oft nur 22 Tage auseinander liegen

Erwachsen: mit 3 Wochen
Geschlechtsreife: mit 2 Monaten

Feinde / Krankheiten

Feinde:

Greifvögel, Fuchs, Hermelin, Mauswiesel, Schwinden von Ackerrandstreifen /Gehölzreihen als wichtige Lebensräume.

 

Übertragbare Krankheiten:

 

Bau

 Übernahme von Gangsystemen anderer Kleinsäuger o. anlegen eines Baus dicht unter der Erdoberfläche. 1 Vorratskammer, 1 Nestkammer,  mehrere Gänge. Das Nest liegt in einer Tiefe von 40 cm und besteht aus Gras u. Laub. Auch außerhalb ihres Baus werden Vorräte in Mulden gesammelt und zum Schutz mit Blättern bedeckt.

Kommunikation

Orientierung:

Als Besonderheit innerhalb der Säugetiere gilt ihre Orientierung mit Hilfe der Sonne. Bei hoher Populationsdichte sind häufig Zanklaute zu hören. Wie bei anderen Waldmäusen (Apodemus) werden Duftsignale durch eine Unterschwanz-Drüse produziert. Diese ist jedoch vergleichsweise schwach entwickelt.

Brandmaus Ende

Gelbhalsmaus (Langschwanzmaus)

Gattung: Waldmaus / Familie Ratten-u. Mäuseartige

Langschwanzmaus

Links:BlueBreezeWiki, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons

Rechts :James Lindsey at Ecology of Commanster, CC BY-SA 2.5 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5>, via Wikimedia Commons

Allgemeines

Alter: bis 1 Jahr, hohe Wintersterblichkeit

Körperform: Kopf spitz zulaufend,

Größe:  Kopf-Rumpf 7 - 11,2 cm 

Schwanz: 7,7 - 12 cm (auffälliges (!) Talgdrüsenpolster  an der Schwanzwurzel) !

Ohren/Augen: groß, Augen hervorstehend

Oberseite: 2–3 mm schwarzer Aalstrich (ab 2–3 Lebenstag deutlich erkennbar), braun mit roten, grauen und gelben Farbtönen

 Rücken + Flanken: rotbraun

Unterseite: weiß; deutlich abgegrenzt, Jungtiere allgemein grauer

Brust: variabel ockergelb, meist (nicht immer) als Band , nie zum Bauch hin verlängert.

Gewicht: 26 - 36 g

Lebensweise

Aktivität: dämmerung + nachts, gute Kletterer/Springer/Schwimmer, bodenlebend

Lebensweise: schnell laufen, weit springen, mühelos klettern. Größere Distanzen legt sie häufig springend zurück. Im Schnee  Sprungweiten 30 – 80 cm. Schwimmen nur selten.

Bei Kälte reduziert sie ihre Stoffwechselrate von 156 kJ pro Tag, indem sie in eine Kältestarre verfällt.

Lebensraum: Mischwald, besonders reife Laubwälder (Eichen/Buchen),  an bewaldete Lebensräume gebunden.

Nahrung

Pollen, Nektar von Blüten, Baum- Getreide-  Grassamen, Pilze, Beeren.

Tierisch: Insekten, Larven, Regenwürmer, Spinnen, Schnecken, Fledermäuse, Jungvögel. (Herbst  bis zu 40 % )

Winter: Nahrungsvorräte (Haselnüsse, Eicheln, Bucheckern), tragen zur Samenverbreitung bei.

Schäden

Fraß an Zuckerrübensaat, Rinde junger Bäume, Keimlinge.

An gelagerten Feldfrüchten und Samen.

Revier

Fortpflanzung ♂ 1,6 ha,  ♂ 0,7 ha;

Populationsdichte

Frühjahr 2/ha, Herbst  15/ha,  , nach Baummastjahren bis 55/ha. Begegnungen zwischen Artgenossen verlaufen häufig aggressiv.

Fortpflanzung

Feb - Sep / 2 - 3 x pro Jahr

Tragzeit: 21 - 23  Tage

Anzahl Junge: 5 - 7

Weibchen können direkt nach ihrer Geburt wieder begattet werden, sodass 2 Würfe oft nur 22 Tage auseinander liegen

Erwachsen: mit 3 Wochen
Geschlechtsreife:  Frühjahr geb.: 2-3 Mon. / spätere Würfe im Folgejahr

Feinde / Krankheiten

Feinde:

Waldmaus, Baummarder, Fuchs, Iltis, Hermelin, Mauswiesel, Katze. Waldkauz, Raufußkauz,  Schleiereule, Waldohreule, Uhu.

 

Übertragbare Krankheiten: & Erreger:

Hantaviren: schwere Formen der Hanta-Krankheit, 

Zeckenenzephalitis (FSME):  Überträger von FSME-Viren.

 Salmonellen, Leptospiren, Darmviren: können über Mäusekot/Urin übertragen werden.

Bau

Bevorzugt unterhalb Baumstämmen, Steinen, in Baumwurzeln.  Gangsysteme bis in eine Tiefe von 150 cm, i.d.R.  jedoch nur bis 50 cm unter der Erdoberfläche. Ein Individuum besitzt 1 – 2 Nester. Vorratskammern: Samen, erbeutete wirbellose Tiere.

Bau: Wohnkammer mit Moos, Blättern ausgepolstert. Mehrere Gänge, während  Jungenaufzucht und bei Kälte mit Vegetationsmaterial verschlossen. Neben einem Hauptbau häufig weitere Nebenbaue im Revier.

 

Kommunikation

Orientierung:

Sekret aus Drüsenorgan der Schwanzunterseite: Informationen zu Geschlecht,  Alter, Reproduktionszustand

Intraspezifische Kommunikation: vorwiegend über Laute (im Ultraschallbereich als auch im hörbaren Bereich) als Warn/Drohrufe oder Stimmungen mitteilen.

Lautäußerungen: meist im Zustand höchster Erregung, z.B. bei aggressiven Begegnungen,  während Paarung.

Aus Nest geratene Jungtiere: äußern 4 – 5 Mal pro Sekunde Töne, von 56 – 60 kHz, abfallend auf  40 kHz. Vernehmen Weibchen diesen Ruf, helfen sie dem Jungtier, unabhängig davon, ob es sich um ihren eigenen oder um fremden Nachwuchs handelt.

Gelbhalsmaus Ende

Zwergmaus

Gattung: Zwergmäuse / Familie: Ratten-u. Mäuseartige

Langschwanzmaus

Links: Bj.schoenmakers, CC0, via Wikimedia Commons

Mitte: AlexisMartin mb, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons

Mitte Rechts: Hajotthu, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

Rechts: Dellex, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons

Allgemeines

Alter: 9 Mon - 1 Jahr

Körperform: winzig, kleiner Kopf

Größe:  Kopf-Rumpf 5 - 7,5 cm 

Schwanz: 5 - 7,5 cm, auffällig lang, gleichmäßig kurz behaart, Unterseite heller

Ohren: behaart, relativ kurz, im Fell verborgen

Augen: dunkle, mittelgroß

Oberseite: gelblichbraun, Flanken heller;

Unterseite: weiß; scharf abgesetzt

Gewicht: 7 - 11 g

Lebensweise

Aktivität: nacht + tagaktiv (4 – 5 Std. nach  Abenddämmerung am meisten)

Lebensweise:  häufig überflutet, muss weite Strecken schwimmend zurücklegen. Dazu bewegt sie ausschließlich ihre Hinterfüße, während sie ihre Vorderfüße eng an den Hals anlegt und mithilfe einer Hautklappe ihre Ohren verschließt.

Kann nicht tauchen.

Greifschwanz: wickelt ihn um Äste/Stängel zur Fortbewegung

Deckungslose Strecken: rasch laufend. springend.

Lebensraum: Flussufer, Schilf, Rohrglanzgras, Seggen,  Hochgrasflure (Mindesthöhe 50 cm) Nur Halme weniger als 7 mm. Reine Schilfbestände werden gemieden.

Nahrung

Samen, grüne Pflanzenteile

Tierisch: Insekten, wirbellose Tiere (wenig)

Winter: tierisch, überwinternde Insektenstände 

Schäden

Beeren, Saatrüben

Revier

Männchen größer als die der Weibchen; ca. 5-50 Individuen pro Hektar

Populationsdichte

schwankend, 17–233 pro Hektar

Fortpflanzung

Mrz - Okt / 2 - 3 x pro Jahr

Tragzeit: 21  Tage

Anzahl Junge: 4 - 7

Söugen:  15 Tage

Eigenständig: 11 Tage (Nahrungsaufnahme außerhalb der Nests)

Selbständig: 15 Tage
Geschlechtsreife: 6 - 7 Wo

Feinde / Krankheiten

Feinde:

Mauswiesel, Hermelin, Fuchs, Eule, Rabenvögel, Würger.

Übertragbare Krankheiten:

Hantaviren: über Kot, Urin, Speichel.

Lymphozytäre Choriomeningitis: Virus, Entzündungen Hirnhaut

Bakterielle Infektionen:

Salmonellose: Magen-Darm-Erkrankungen

Leptospirose: Kontakt mit infiziertem Urin

Hasenpest: hochinfektiöses Bakterium, direkter Kontakt, Stiche von Parasiten 

Rattenbissfieber: durch Bisse, Kratzer 

Bau

Bau: legt im Sommer runde Nester im Hochgras (Schilf, Getreide, Gras) oder Sträuchern (Bsp.: Brombeere)an

Höhe: 20–50 cm über Boden. Variiert, in Hochwassergebieten über 1 Meter

Mit dem Bau beginnt die Zwergmaus stets in der Nacht.

Frische Blätter in gewünschte Länge gebracht, miteinander verflochten. Damit sie grün bleiben, werden sie erst nicht von Stängeln getrennt(Tarnung). Steht das Gerüst (ca. 23 Blätter), fortan auch tags am Nest gearbeitet. Um die Blattspreiten auszufasern, zieht sie die Blätter mit den Pfoten durch ihre Schneidezähne.

In kleinen Abschnitten von rund 1–2 mm arbeitet sie sich vorwärts, bis das Blatt in fast einheitliche Streifen zerlegt wurde. So entstehen aus 1,2–2,5 cm breiten Blättern 9–23 Streifen. Ein Blatt wird je nach Zugänglichkeit und Stellung des Blattes im Nest zwischen 9 und 19 cm tief eingerissen. Verflochten werden nur die Enden.

Nest für Junge: kompakte Kugelca. 10 cm, an  Halmen aufgehängt. Verschlossenes Eingangsloch. Weibchen außerhalb Nest,  Jungtiere alleine.

 Wurfnester im Gegensatz zu Schlafnestern nicht 2, sondern nur 1 Eingang.

Kommunikation

Orientierung:

Sehsinn: ist vergleichsweise schlecht entwickelt. Dennoch vermag sie es Veränderungen von Schatten aus einigen Metern Entfernung wahrzunehmen.

Lautäußerungen: großes Lautinventar. Besonders auffällig sind die Balzrufe der Männchen, eine langvokalige Rufreihe, welche mit steigender Erregung an Intensität gewinnt.

Drohrufe, ein Pfeifen und Kontaktlaute von Jungtieren vernommen werden. Ihr Gehörsinn ist ausgezeichnet, so nimmt sie Geräusche von bis zu 7 m Entfernung wahr.

Geruchssinn: ist sehr wenig bekannt. Angenommen wird, dass er vor allem zur Abgrenzung der Reviere dient.

Zwergmaus Ende

Kurzschwanzmäuse

die häufigsten Kurzschwanzmäuse im Garten: 

Feldmaus, Erdmaus, Rötelmaus, Schermaus (Wasserratte)

 

Gattung: Rötelmäuse / Familie: Wühlmäuse

Rötelmaus

Gattung: Feldmäuse / Familie: Wühlmäuse

Feldmaus

 

Merkmale

 Körperform: gedrungen

Schwanz: ist halb so lang wie ihr Körper

Schäden: in Gärten groß, durch Graben im Erdreich, Anfressen von Wurzeln, Blumenzwiebeln, Knollen, flache Erdhügel (mit Ausnahme der Feldmaus),  fräsen mehrere cm tiefe Schneisen durch den Rasen, unzählige Erdlöcher

🏡 Feldmaus

Gattung: Feldmäuse / Familie: Hamster- und Wühlmausartige

Kurzschwanzmaus

Links: Dieter TD, first upload in de wikipedia on 13:31, 28. Apr 2005 by Dieter TD, CC BY-SA 3.0 <http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/>, via Wikimedia Commons

Rechts: Wilhelm Zimmerling PAR, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

Allgemeines

Alter: bis 9 Mon

Größe:  Kopf-Rumpf 7 - 11 cm 

Schwanz: 2,6 - 3,6 cm, Oberseitig etwas dunkler, kurz.

Ohren: nicht im Fell verborgen. Ohrinnenrand nur kurz behaart.

Augen: Augen im Vergleich mit vielen anderen Wühlmäusen relativ groß, in der Mitte zwischen Ohransatz und Schnauzenspitze.

Oberseite: braun, gelegentlich braungrau und gelblich

Unterseite: weißgrau bis gelbgrau, Übergang fließend

Fell: nicht sehr dicht

Gewicht: 14 - 37 g

Lebensweise

Aktivität: regelm. Rhythmus von 2 Std außerhalb des Baues anzutreffen. Hohe Anzahl  Aktivitätsphasen aufgrund hohen Stoffwechsels/ Nahrungsbedarf + notwendigen Kontrollgängen des Territoriums.

Zwischen zwei Abenddämmerungen 8 – 10 Aktivitätsphasen (Länge je Witterung).

Lebensweise:  ausschließlich in offenen Lebensräumen zu finden. Kann weder gut springen noch klettern. Keine hervorragende Schwimmerin, ist in der Lage, sich durch vierbeiniges Paddeln bei Überschwemmungen in Sicherheit zu bringen.

Fell weist keinerlei wasserabweisende Wirkung auf, sodass es in wenigen Minuten durchnässt ist.

Lebensraum: Wiesen und Felder der offenen Kulturlandschaft mit tiefgründigen Böden, niedrigen Gräsern und tief liegendem Grundwasserstand. Im Siedlungsbereich bewohnt sie Gärten, Parks und Grünflächen an Straßenrändern.

Nahrung

selektiv vorkommende Gräser + Kräuter ( Löwenzahn, Klee besonders beliebt) . In geringerer Anzahl andere Pflanzenarten.

Winter: Samen, unterirdische Pflanzenteile, Rindenstücke.

Häufig sammelt sie auch Nahrung in Eingängen und Vorratslagern.

Tierisch: Insekten phasenweise, 20 %  wichtigen  ihrer Ernährung.

Schäden

Ackerbau: fressen Getreide, Raps, Rüben (kahle Stellen auf Feldern)

Grünland:  Abfressen der Grasnarbe, Aufwerfen von Erdhügeln (Dreck gerät ins Viehfutter) 

Bodenbearbeitung: Moderne Verfahren wie Direktsaat (Pfluglos) begünstigen die Population, da ihre Gangsysteme nicht zerstört werden

Revier

♀ 00 – 400 m² /  ♂ 1200 – 1500 m².

Männlich: das ganze Jahr Einzelgänger,

Weibchen: Familienverbände mit ihren Jungen, lösen sich i.d.R.  nach drei Wochen wieder auf

Populationsdichte

3–5 pro 100 m² / 10–25 pro 100 m² stellen bereits eine hohe Dichte

Fortpflanzung

Mai - Jun (beste Zeit) / 2 - 3 x pro Jahr

Bei hohen Dichten häufig Gemeinschaftsnester (bis zu 3 Weibchen) / Sexuell heranreifende Jungtiere + einzeln lebende Weibchen werden von der Gruppe nicht geduldet.

Tragzeit: 19 - 21  Tage

Anzahl Junge: 4 - 7

Selbständig: 34 Tage
Geschlechtsreife: ab 13 Tage

Feinde / Krankheiten

Feinde:

Mauswiesel, Hermelin, Fuchs,  Hauskatze, Iltis, Wildschwein, Mäusebussard, Waldohreule, Sumpfohreule, Schleiereule.

Nestlinge werden auch von Waldspitzmaus und Gartenspitzmaus erbeutet.

 

Übertragbare Krankheiten:

Borna-Krankheitsvirus 1 (BoDV-1)

Hantavirus

Salmonellen

Leptospirose

Bau

Bau: in frische - mäßig trockene Böden mit tief liegendem Grundwasserstand.

Baueingang: 3,5 cm (im Gegensatz zu Maulwurfshügeln ist der Auswurf gering und um das Loch gestreut)

Tunnelsystem mit Laufwegen im Gras, in erster Linie zur Flucht. Oberirdische + unterirdische Gänge mit Fallröhren ausgestattet, werden von gesamter Kolonie genutzt.

Schutz vor Oberflächenwasser:  gräbt Gänge zunächst sehr tief, bevor sie wieder nach oben führen. Mindestens 30 cm tief. Noch tiefer gelegene, selten genutzte Tunnelsysteme des Maulwurfs werden bei Frost mitgenutzt. Blind endende Teilstücke: schnelle Zuflucht + Fraßplatz. Kotplätze in den oberirdischen Laufwegen. Grasnest: fein zerfasert, trocken, in einer eigenen Kammer, 20–50 cm tief

Kommunikation

Orientierung:

 Sinne gut ausgeprägt.

Besonders: besitzt die Wahrnehmung von Ultraschallgeräuschen zur innerartlichen Verständigung. .

Lautäußerungen: Charakteristisches helles, einsilbiges Quieken stellt ein Ihre Angst- und Drohruf dar.

Geruchssinn: Der gute Geruchsinn dient ebenfalls zur Kommunikation und zur Feinderkennung

Sehsinn: Augen liegen weit oben, um Feinde aus der Luft rechtzeitig zu bemerken.

Feldmaus Ende

Erdmaus

Gattung: Feldmäuse / Familie: Wühlmäuse

Kurzschwanzmaus

Links: Anne Burgess / Field Vole (Microtus agrestris)

Rechts: James Lindsey at Ecology of Commanster, CC BY-SA 2.5 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5>, via Wikimedia Commons

Allgemeines

Alter: bis 15 Mon

Größe:  Kopf-Rumpf 9 - 12 cm 

Schwanz: 3,1 - 4,0 cm, Oberseitig etwas dunkler, kurz.

Ohren: Ohren sind im Fell verborgen. Ohrinnenrand borstig behaart

Augen: liegen nahe der Nase

Oberseite: wirkt rau/struppig, graubraun gefärbt

Unterseite: hellgrau, selten mit gelb- oder rötlichem Farbton

Gewicht: 20 - 55 g (Männchen größer als ♀)

Lebensweise

Aktivität: tag-u. nachtaktiv, mehrere, über den Tag verteilte  Aktivitätsphasen. nächtliche stärker ,besonders bei Dämmerung + früher Abend. Regelmäßige Ruhe- und Aktivitätsphasen nur, wenn reichlich Nahrung vorhanden.

 

Lebensraum: kühle, feuchte Gebiete mit  Jahresniederschlag mind. 600 mm +  Durchschnittstemperatur nicht mehr als 8°C.

Muss eine gute Deckung der Kraut- und Strauchschicht aufweisen. Typische Ungemähte, bodenfeuchte Wiesen, Moorflächen, Auwälder, Gräben, Waldlichtungen, Kahlschläge.

Wasserbedarf: bei 25 Grad benötigt sie fast doppelt so viel Wasser wie die Feldmaus !

Nahrung

Rein pflanzlich: grüne Teile von Pflanzen, Setzlingen, Samen. (bei Nahrungsmangel nagt sie auch an Wurzeln, Rinden von jungen Nadel- und Laubbäumen (Buche, Eiche, Esche, Ahorn), wobei der Verzehr durch Mineralstoffmangel induziert wird.

Zähne dringen horizontal ins Holz ein, hinterlassen charakteristische Abdrücke, Breite 0,7 – 1 mm.

Schäden

Forst: Winter erhebliche Schäden an jungen Bäumen, Sträuchern, indem sie Rinde und Splintholz am Stammfuß annagen, oft bis zum Totalverlust (Geringeln), aber auch an Wurzeln und Trieben, was zu Entwicklungsstörungen oder Absterben führ

Gärten: an unterirdischen Pflanzenteilen und Rinden

Gebäude: Materialschäden durch Annagen von Kabeln

Revier

♂ Paarungszeit: ca.  1434 ± 910 m² (wird aggressiv gegenüber Artgenossen verteidigt)

♂ außerhalb Paarungszeit: 600 ± 447 m²

  Paarungszeit:  773 ± 547 m²

 außerhalb Paarungszeit: 480 ± 357 m²

Während säugen:  67 m²

Populationsdichte

hohe Populationsdichten,

 in Ausnahmefällen bis 300 pro Hektar.

Fortpflanzung

Mrz - Okt (Hauptzeit Mai-Aug) / 4 x pro Jahr

Tragzeit: 20 - 21  Tage

Anzahl Junge:  3 - 8

Selbständig: 14 Tage, werden vertrieben.

Erneute Begattung unmittelbar nach der Geburt möglich, Wurfintervalle 3 Wo

Feinde / Krankheiten

Feinde:

Waldkauz, Raufußkauz, Schleiereule, Waldohreule,  Fuchs, Hermelin, Mauswiesel, Marder.

Nestlinge werden auch von Waldspitzmaus und Gartenspitzmaus erbeutet.

 

Übertragbare Krankheiten:

Borna-Krankheitsvirus 1 (BoDV-1)

Hantavirus

Salmonellen

Bau

Bau: legt ihr Gangsystem je nach Bodenfeuchte teilweise unterirdisch oder bei nassen Standorten fast ausschließlich oberirdisch an.

An trockenen Standorten befinden sich Gänge, Kammern und Kotablageplätze dicht an der Oberfläche oder zum Teil in der verfilzten Krautschicht.

An sehr nassen Standorten baut sie oberirdische Grasnester in Seggenbulten oder Wurzelnischen von Gehölzen

Kommunikation

Lautäußerungen: meist auffallend, so werden Begegnungen zweier Tiere häufig durch ein Rattern begleitet. Angst- und Drohrufe können als „tucktucktuck…“ ebenfalls gehört werden.

Geruchssinn: zur innerartliche Verständigung und zur Feinderkennung sehr wichtig (intensive moschusartiger Geruch der Männchen sehr wahrscheinlich der Geschlechterfindung und territorialen Abgrenzung)

Erdmaus Ende

Rötelmaus

Gattung: Rötelmäuse / Familie: Wühlmäuse

Kurzschwanzmaus

Links: Reinhold Möller, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

Mitte: Photopippo, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons

Rechts: xulescu_g, CC BY-SA 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0>, via Wikimedia Commons

Allgemeines

Alter: 18–21 Mon. (Sterblichkeit erste 6 Wo: 60 %; Wintersterblichkeit: 15 %.)

Größe:  Kopf-Rumpf 7 - 13 cm 

Schwanz: 3,5 - 7,0 cm, verhältnismäßig lang, Haarpinsel am Ende, deutlich zweifarbig, oben dunkler.

Ohren: nicht im Fell verborgen. 

Augen: im Vergleich mit anderen Wühlmäusen relativ groß

Oberseite: variabel, charakteristische rötliche Färbung, mit gräulichen Flanken

Unterseite: hellgrau, auch gelblich-grau

Gewicht: 15 - 49 g

Lebensweise

Aktivität: tag-u. nachtaktiv

Im Winter hält sie sich unter Laub auf, wo sie die Verrottungswärme im Inneren zum Aufwärmen nutzt.

Pro Tag zwischen 3 + 9 Aktivitätsphasen (Herbst Max.)

Anzahl + Dauer steigt mit Populationsdichte und Weibchenanteil. 

Lebensraum: (auch „Waldwühlmaus“ gneannt) Bevorzugt Laub/Mischwälder mit gut entwickelter Kraut/Strauchschicht., Auch Nadelwälder. Bewohnt Waldränder/Lichtungen mit niedriger  geschlossener Vegetation o. hohem Gras.  Hohe Bestandsdichten meist in Wäldern mit feuchten, nassen Böden o. Hochstaudenfluren in Feuchtgebieten.

Nahrung

Frühjahr: vorwiegend Keimlinge, Gräser, Kräuter. Sommer + Herbst: zusätzl.  Moos, Pilze, Rinde, Früchte, Samen.

Frühjahr/Sommer  40–60 % grüne Pflanzen Herbst/Winter 20–50 % Samen

Herbst ergänzt Beeren, Früchte, Pilze.

Heidelbeeren im Habitat: verzehr  bei Reife fast ausschließlich diese.

Tierisch: als Eiweißlieferant während  Fortpflanzung, Insekten, Würmer, Schnecken, manchmal Vogeleier.

In Forstwäldern auf Baumrinde angewiesen (deshalb als Schädling betrachtet)

Winter + Herbst Vorräte:  Nüsse, Eicheln,  Bucheckern in Baumhöhlen/ unterirdischen Fraßhöhlen.

Lange Winter:  Vorratsmangel, Wurzeln + Rinden von Bäumen (bevorzugt Holunder)

Schäden

Forst: Fraß an Baumrinden

Gärten: Fraß an Pflanzen

Gebäude: Materialschäden durch Annagen von Kabeln

Revier

♂  ca.  380 – 2208 m² (wird aggressiv gegenüber Artgenossen verteidigt)

 

  :  t 261 – 1292 m²

Populationsdichte

9–34 pro Hektar. Unter günstigen Bedingungen  >50 /ha.

Fortpflanzung

variiert je Land: Feb - Okt  / 2 - 3 x pro Jahr

Tragzeit: 17 - 23  Tage

Anzahl Junge:  2 - 6

Kommunikation: schnell nach Geburt Pfeiftöne

Öffnen der Augen: 12 - 13 Tage

Selbständig: 25 Tage

(Frühjahr 3–4 Mon./ Herbst  2 Mon.)

Feinde / Krankheiten

Feinde:

Waldkauz, Raufußkauz, Schleiereule, Waldohreule,  Fuchs, Hermelin, Mauswiesel, Marder.

Nestlinge werden auch von Waldspitzmaus und Gartenspitzmaus erbeutet.

 

Übertragbare Krankheiten:

Borna-Krankheitsvirus 1 (BoDV-1)

Hantavirus

Salmonellen

Bau

Bau: 12 cm großes Nest, unterirdisch bis 45 cm. Häufig auch einige cm über Boden im Gestrüpp, in Baumstümpfen, unter Stämmen.

Je Baumaterial: aus Moos, aus getrockneten Blättern mit Moos,  aus Bastfasern.

Als Aufenthaltsort, Fraßplatz, Vorratskammer,  Jungenaufzucht.

 Gänge: kurzer Jagdgang, endet in Laubstreu,  Fluchtgang, 1 längerer Gang, Ausgang gut bedeckt. Weitere Jagd/Laufgänge, in regelmäßigen Abständen durch Schlüpflöcher in Verbindung, nur wenige cm unter Oberfläche.  Können oberirdisch in ausgedehntes Wegenetz im Laub übergehen.

Kommunikation

Riechsinn: Duftmarkierungen zur Unterscheidung Fremden oder eigene Verwandtschaft. Urin männlicher Tiere, um soziale Kontakte zu pflegen und Territorien abzugrenzen.

Lautäußerungen: zur Kommunikation eine Reihe von Zirp-, Zwitschm Schnarrlauten.

Ultraschalllaute:  von Jungtieren und während der Paarung

Orientierung: hervorragend. Wandern oft 600 Meter lange Strecken. Ihre Fähigkeit sich im Gelände zu orientieren steigt mit dem Alter.

Kann jedoch ab Distanz von 1 km nicht mehr zum Bau zurückfinden.

Grabvermögen: ausgezeichnet, kann sich bei Gefahr innerhalb von kürzester Zeit in lockere Erde eingraben.

Rötelmaus Ende

Schermaus

Gattung: Schermäuse / Familie: Wühlmäuse

Kurzschwanzmaus

Links: David Kastrup, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

Mitte: PJeganathan, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

Rechts: Rabensteiner, Public domain, via Wikimedia Commons

Schermaus (Wasserratte)

Gattung: Schermäuse / Familie: Wühlmäuse

Kurzschwanzmaus

häufig an Bächen und in Feuchtgebieten

Körperform: größter aller Wühlmäuse

Größe: (etwas kleiner) am Rumpf 8 - 11,5 cm

Schwanz: 10 - 14,6 cm

Oberseite Fell: dicht, glänzend, meist dunkelbraun, Schwanz heller

Unterseite: weißlich - gelblich

Gewicht:bis 320 g

Schermaus Ende