Spitzmaus, Wühlmaus, Feldmaus ?
Man unterscheidet bei Mäusen zwischen Wühlmaus und echter Maus sowie Spitzmaus.
Abgesehen von ihrem Aussehen kann man sie auch an ihrem Verhalten und an ihren Spuren sowie den Schäden, die sie anrichten, voneinander unterscheiden.
(es gibt rund 750 Arten)
nützlich für Gärtner, fressen oberirdisch Larven, Insekten, Würmer
Waldmaus - Brandmaus - Gelbhalsmaus - Zwergmaus
Schäden: in Gärten groß, durch Graben im Erdreich, Anfressen, flache Erdhügel, fräsen mehrere cm tiefe Schneisen durch den Rasen, unzählige Erdlöcher
Erdmaus - Feldmaus - Rötelmaus - Schermaus (Wasserratte)
Hausmaus, Waldmaus, Brandmaus, Gelbhalsmaus, Zwergmaus
Gattung: Hausmäuse / Familie: Ratten- und Mäuseartige
Langschwanzmaus
Pixabay
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Lebt nicht im Freiland, nur in/an Gebäuden, verträgt keine lang anhaltende Nässe/Kälte, kann aber auch ganzjährig im Garten überleben.
Familienverbände, hohe Anpassungsfähigkeit, überleben in schwierigen Umgebungen
Allgemeines
Alter: Freiland 3-4 Mon. /Gebäude 1 - 4 Jahre
Größe: 6 - 9 cm
Schwanz: 57 - 77 cm (dadurch von Wühlmäusen unterscheidbar, mit ringförmigen Schuppen bedeckt, kaum behaart)
Gewicht: 15 - 25 g
Oberseite Fell: Mausgrau bis braungrau
Unterseite: heller
Geschlechtsdimorphismus: nein
Augen/Ohren: große Augen + Ohren, (kleiner als bei Waldmäusen)
Gebiss: Nagetier-typische Schneidezäne mit Diastema, die oberen etwas eingekerbt (= Unterschied zur Waldmaus)
Lebensweise
Lebensweise: weitgehend nachtaktiv, auf durch Geruchsmarken festgelegten Bahnen, bodenlebend, kletternd, kein Winterschlaf,
Lebensraum: Gebäude + Freiland (ganzjährig o. nur während der kalten Monate in menschlichen Behausungen)
Kommunikation: durch geruchliche und Ultraschall-Signale
Nahrung: Allesfressser, Gräser, Samen, Getreide, Nüsse, Wurzeln, Insekten. gerne Mehl, Korn, Obst (wenn nötig Vorratshaltung)
Schäden: Nagen an diversen Gegenständen und Lärmbelästigung
Nahrung
Allesfressser, Gräser, Samen, Getreide, Nüsse, Wurzeln, Insekten. gerne Mehl, Korn, Obst (wenn nötig Vorratshaltung)
Schäden
Nagen an diversen Gegenständen und Lärmbelästigung
Revier
Freiland 10–20 m²,Gebäuden 4–6 m²
i.d.R. ortstreu, Radius vom Nest 10 - 12 m, geringer Bewegungsradius, bewegen sich stets dicht an Wänden fort
Populationsdichte
1 Maus pro 100 m² / in Gebäuden bis zu 10 pro m²
Fortpflanzung
(ganzjährig, bis 8 Würfe pro Jahr)
Tragzeit: ca. 21 Tage
Wurfgröße: 3 - 8
Selbständig: 21 Tage
Geschlechtsreife: 6 Wochen
Feinde / Krankheiten
Feinde:
Katze, Marder, Wanderratte, Fuchs, Eule, Greifvogel, Turmfalke, Schlange, Mensch
Übertragbare Krankheiten:
Leptospirose, Hanta-Virus
Bau
Freiland: gräbt flache Baue unter Steinen, Wurzeln. Die unterirdischen Gangsysteme haben i.d.R. 1 geringe Ausdehnung. Häufig entlang von Hecken o. Mauerresten. Nestgröße variiertje Temperatur, nimmt mit beginnender Kälte im Herbst zu.
Nach Paarung bauen ♀ eigene Wurfnester. In Gebäude: Spalten/Nischen zur Anlage der Nester. Bestehen meist aus locker zusammengefügten Stoff/Papierstücken, mit feineren, zerstückelten Materialien ausgefüllt.
Kommunikation
Geruchs- und Gehörsinn besonders gut entwickelt. Akustische Kommunikation durch eine Reihe von Lauten in unterschiedlichen Frequenzen.
Jungtiere, die aus dem Nest geraten, erzeugen zum Beispiel Ultraschalllaute als Zeichen des Unwohlseins und werden daraufhin vom Muttertier zurücktransportiert.
Verwirrungs-, Abwehr- und Schmerzlaute: bei erwachsenen Tieren fixer Bestandteil der innerartlichen Kommunikation
Markierungen: Duftspur durch Harnmarken , (Verteidigung Territorium, Botschaften). Eine Art Visitenkarte über Geschlecht, Sozialstaus, Fortpflanzungs- u. Gesundheitszustand.Der individuelle Duft wird vererbt wird,
Hausmaus Ende
Gattung: Waldmäuse / Familie: Ratten- u. Mäuseartige
Langschwanzmaus
Steht unter Naturschutz


Links: Sandy Rae from Scotland, UK, CC BY 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/2.0>, via Wikimedia Commons
Rechts: Hedwig Storch, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons
Allgemeines
Alter: 12-15 Mon.
Körperform: größter aller Wühlmäuse
Größe Kopf-Rumpf: 6,8 - 10,2 cm
Schwanz: 8,1 - 9,3 cm (zweifarbig mit heller Unterseite, kürzer als die Körperlänge)
Augen: groß
Ohren: groß, 1,4 - 2,0 cm
Oberseite: hellbraun - graubraun (Rückenmitte dunkler)
Unterseite: grauweiß, nie reinweiß
Kehle: strichförmiger Mittelfleck
Gewicht: 16 - 30 g
Geschlechtsdimorphismus:
Lebensweise
Lebensweise: Weitgehend nachtaktiv, Bodenlebend, Kletternd
Lebensraum: besiedelt viele Lebensräume, vor allem mit offener Kraut- und Strauchschicht, auch im dichten Unterholz o. Getreidefeldern zu finden.
Früjahr: entlang von Gebüschstreifen / Herbst: zurück in Waldbereich
Nahrung
Samen (Bäume, Gräser,Kräuter), Triebe /Stängel, Wurzeln, Beeren/Obst. Fruchtkörper von Moosen.
Herbst: Beeren. Winter: Eicheln, Buchecker Tierische Nahrung Frühjahr/Sommer 20 % (Insekten (u.a. Kartoffelkäfer), Schnecken, Regenwürmer, Vogeleier, Jungvögel,kleine Fledermäuse)
Schäden
geht gerne an Mehl, Korn, Obst.
Kein Forstschädling, verursacht weder Nage- noch Fraßschäden an Gehölzen. Sie trägt wesentlich zur Verbreitung von Samen einiger Pflanzenarten bei: Erdbeere, Blaubeere, Preisbeere sind selbst nach der Verdauung keimfähig
Revier
Revier: ♂ 0,18–0,31 ha / ♀ 0,01–0,21 ha.
Populationsdichte
max. 5 pro ha Frühjahr /20–50 Herbst, Zuwanderung nach Feldernte 50–100/ha; Mischwäldern 1–40 / Ackerflächen 1–30 / ha.
Fortpflanzung
(Mrz - Sep., 2-3 Würfe pro Jahr)
Tragzeit: 23-26 Tage
Wurfgröße: 6 - 6
Säugen: 3 Wo
Selbständig: 21 Tage
Geschlechtsreife: 3. Monat
Weibchen ist bereits unmittelbar nach der Geburt erneut empfangsbereit
Feinde / Krankheiten
Feinde:
Greifvögel, Schleiereule, Waldkauz, Raufußkauz, Waldohreule, Uhu, Fuchs, Marderarten, Katze, Wildschwein.
Übertragbare Krankheiten:
Leptospirose, Hanta-Virus
Bau
oberirdisch + unterirdisch.
Oberfläche: Nester nur bei hoher Laubschicht/ feuchtem Böden.
Zusammen mit Vorratskammern in Hohlräumen von morschem Holz oder überbaut vorhandene Vogelnester.
Grabtätigkeiten mit unteren Schneidezähnen. Vorderbeine: Abtransport von Erdmaterial. Größe, Tiefe, Gestalt der Baue: i.d.R. bis zu 50 cm tief, Länge ca. 2,5 m. 1 Kammer mit 2 – 6 gut versteckten Eingängen. Rund 15 cm große Raum (Lagerung Vorräte) mit Blättern /Moos ausgekleidet. 1 Gangbiegung dient als Windfang und 1 senkrechter Gang (Fallröhre) zur Durchlüftung.
Während Jungenaufzucht verschließt das Weibchen beim Verlassen die Eingänge mit Erde /Pflanzenmaterial.
Kommunikation
Kommunikation: Auseinandersetzungen als lautstarke Konflikte (niedriger als 20 kHz). Verschiedene Laute bei Gebiet erkunden, Körperpflege, innerartl. Kommunikation (über 20 kHz , für Menschen nicht hörbar). Orientieren am Erdmagnetfeld. Selbst gesetzte Wegmarkierungen..
Waldmaus Ende
Gattung: Waldmäuse / Familie: Ratten-u. Mäuseartige
Langschwanzmaus
Links:Арбузова Марина Владимировна, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons
Mitte: Ewa Dryjanska, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons
Rechts: Fibro, CC BY-SA 3.0 <http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/>, via Wikimedia Commons
Allgemeines
Alter: bis 1,5 Jahre
Körperform: Kopf spitz zulaufend, große Augen + Ohren
Größe: Kopf-Rumpf 7 - 10,5 cm
Schwanz: 6,5 - 9,2 cm, 3/4 so lang wie Kopf-Rumpf Länge, deutlich zweifarbig.
Ohren: relativ kurz, auf oberer Hälfte der Innenseite behaart
Oberseite: 2–3 mm schwarzer Aalstrich (ab 2–3 Lebenstag deutlich erkennbar), braun mit roten, grauen und gelben Farbtönen
Unterseite: grauweiß; Jungtiere allgemein grauer
Gewicht: 15 - 35 g
Lebensweise
Aktivität: Übergangsbereiche zwischen Wald / Wiese feuchter Lebensräume;
Lebensweise: tag- u. nachtaktiv, im Vergleich zu anderen Waldmäusen verstärkte Tagesaktivität. In Relation zu Waldmaus u. Gelbhalsmaus ist sie ein schlechter Kletterer /Springer. Nur gelegentlich in oberirdischen Verstecken anzutreffen. Bodengebundene Lebensweise:
Nahrung
Tierisch: Insekten, Weichtiere, Regenwürmer (Frühjahr +Fortpflanzungszeit), gelegentlich Frösche, Kleinsäuger.
Pflanzlich: Nüsse, Eicheln, Samen, Beeren
Schäden
Schäden nur in Forstbaumschulen
Revier
Männchen größer als die der Weibchen; ca. 5-50 Individuen pro Hektar
Populationsdichte
5 - 50 Individuen pro Ha (5 ha = 50000 m²)
Fortpflanzung
Apr - Sep / 3 -4 x pro Jahr
Tragzeit: 24 Tage
Anzahl Junge: 3–6
Weibchen können direkt nach ihrer Geburt wieder begattet werden, sodass 2 Würfe oft nur 22 Tage auseinander liegen
Erwachsen: mit 3 Wochen
Geschlechtsreife: mit 2 Monaten
Feinde / Krankheiten
Feinde:
Greifvögel, Fuchs, Hermelin, Mauswiesel, Schwinden von Ackerrandstreifen /Gehölzreihen als wichtige Lebensräume.
Übertragbare Krankheiten:
Bau
Übernahme von Gangsystemen anderer Kleinsäuger o. anlegen eines Baus dicht unter der Erdoberfläche. 1 Vorratskammer, 1 Nestkammer, mehrere Gänge. Das Nest liegt in einer Tiefe von 40 cm und besteht aus Gras u. Laub. Auch außerhalb ihres Baus werden Vorräte in Mulden gesammelt und zum Schutz mit Blättern bedeckt.
Kommunikation
Orientierung:
Als Besonderheit innerhalb der Säugetiere gilt ihre Orientierung mit Hilfe der Sonne. Bei hoher Populationsdichte sind häufig Zanklaute zu hören. Wie bei anderen Waldmäusen (Apodemus) werden Duftsignale durch eine Unterschwanz-Drüse produziert. Diese ist jedoch vergleichsweise schwach entwickelt.
Brandmaus Ende
Gattung: Waldmaus / Familie Ratten-u. Mäuseartige
Langschwanzmaus


Links:BlueBreezeWiki, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons
Rechts :James Lindsey at Ecology of Commanster, CC BY-SA 2.5 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5>, via Wikimedia Commons
Allgemeines
Alter: bis 1 Jahr, hohe Wintersterblichkeit
Körperform: Kopf spitz zulaufend,
Größe: Kopf-Rumpf 7 - 11,2 cm
Schwanz: 7,7 - 12 cm (auffälliges (!) Talgdrüsenpolster an der Schwanzwurzel) !
Ohren/Augen: groß, Augen hervorstehend
Oberseite: 2–3 mm schwarzer Aalstrich (ab 2–3 Lebenstag deutlich erkennbar), braun mit roten, grauen und gelben Farbtönen
Rücken + Flanken: rotbraun
Unterseite: weiß; deutlich abgegrenzt, Jungtiere allgemein grauer
Brust: variabel ockergelb, meist (nicht immer) als Band , nie zum Bauch hin verlängert.
Gewicht: 26 - 36 g
Lebensweise
Aktivität: dämmerung + nachts, gute Kletterer/Springer/Schwimmer, bodenlebend
Lebensweise: schnell laufen, weit springen, mühelos klettern. Größere Distanzen legt sie häufig springend zurück. Im Schnee Sprungweiten 30 – 80 cm. Schwimmen nur selten.
Bei Kälte reduziert sie ihre Stoffwechselrate von 156 kJ pro Tag, indem sie in eine Kältestarre verfällt.
Lebensraum: Mischwald, besonders reife Laubwälder (Eichen/Buchen), an bewaldete Lebensräume gebunden.
Nahrung
Pollen, Nektar von Blüten, Baum- Getreide- Grassamen, Pilze, Beeren.
Tierisch: Insekten, Larven, Regenwürmer, Spinnen, Schnecken, Fledermäuse, Jungvögel. (Herbst bis zu 40 % )
Winter: Nahrungsvorräte (Haselnüsse, Eicheln, Bucheckern), tragen zur Samenverbreitung bei.
Schäden
Fraß an Zuckerrübensaat, Rinde junger Bäume, Keimlinge.
An gelagerten Feldfrüchten und Samen.
Revier
Fortpflanzung ♂ 1,6 ha, ♂ 0,7 ha;
Populationsdichte
Frühjahr 2/ha, Herbst 15/ha, , nach Baummastjahren bis 55/ha. Begegnungen zwischen Artgenossen verlaufen häufig aggressiv.
Fortpflanzung
Feb - Sep / 2 - 3 x pro Jahr
Tragzeit: 21 - 23 Tage
Anzahl Junge: 5 - 7
Weibchen können direkt nach ihrer Geburt wieder begattet werden, sodass 2 Würfe oft nur 22 Tage auseinander liegen
Erwachsen: mit 3 Wochen
Geschlechtsreife: Frühjahr geb.: 2-3 Mon. / spätere Würfe im Folgejahr
Feinde / Krankheiten
Feinde:
Waldmaus, Baummarder, Fuchs, Iltis, Hermelin, Mauswiesel, Katze. Waldkauz, Raufußkauz, Schleiereule, Waldohreule, Uhu.
Übertragbare Krankheiten: & Erreger:
Hantaviren: schwere Formen der Hanta-Krankheit,
Zeckenenzephalitis (FSME): Überträger von FSME-Viren.
Salmonellen, Leptospiren, Darmviren: können über Mäusekot/Urin übertragen werden.
Bau
Bevorzugt unterhalb Baumstämmen, Steinen, in Baumwurzeln. Gangsysteme bis in eine Tiefe von 150 cm, i.d.R. jedoch nur bis 50 cm unter der Erdoberfläche. Ein Individuum besitzt 1 – 2 Nester. Vorratskammern: Samen, erbeutete wirbellose Tiere.
Bau: Wohnkammer mit Moos, Blättern ausgepolstert. Mehrere Gänge, während Jungenaufzucht und bei Kälte mit Vegetationsmaterial verschlossen. Neben einem Hauptbau häufig weitere Nebenbaue im Revier.
Kommunikation
Orientierung:
Sekret aus Drüsenorgan der Schwanzunterseite: Informationen zu Geschlecht, Alter, Reproduktionszustand
Intraspezifische Kommunikation: vorwiegend über Laute (im Ultraschallbereich als auch im hörbaren Bereich) als Warn/Drohrufe oder Stimmungen mitteilen.
Lautäußerungen: meist im Zustand höchster Erregung, z.B. bei aggressiven Begegnungen, während Paarung.
Aus Nest geratene Jungtiere: äußern 4 – 5 Mal pro Sekunde Töne, von 56 – 60 kHz, abfallend auf 40 kHz. Vernehmen Weibchen diesen Ruf, helfen sie dem Jungtier, unabhängig davon, ob es sich um ihren eigenen oder um fremden Nachwuchs handelt.
Gelbhalsmaus Ende
Gattung: Zwergmäuse / Familie: Ratten-u. Mäuseartige
Langschwanzmaus
Links: Bj.schoenmakers, CC0, via Wikimedia Commons
Mitte: AlexisMartin mb, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons
Mitte Rechts: Hajotthu, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons
Rechts: Dellex, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons
Allgemeines
Alter: 9 Mon - 1 Jahr
Körperform: winzig, kleiner Kopf
Größe: Kopf-Rumpf 5 - 7,5 cm
Schwanz: 5 - 7,5 cm, auffällig lang, gleichmäßig kurz behaart, Unterseite heller
Ohren: behaart, relativ kurz, im Fell verborgen
Augen: dunkle, mittelgroß
Oberseite: gelblichbraun, Flanken heller;
Unterseite: weiß; scharf abgesetzt
Gewicht: 7 - 11 g
Lebensweise
Aktivität: nacht + tagaktiv (4 – 5 Std. nach Abenddämmerung am meisten)
Lebensweise: häufig überflutet, muss weite Strecken schwimmend zurücklegen. Dazu bewegt sie ausschließlich ihre Hinterfüße, während sie ihre Vorderfüße eng an den Hals anlegt und mithilfe einer Hautklappe ihre Ohren verschließt.
Kann nicht tauchen.
Greifschwanz: wickelt ihn um Äste/Stängel zur Fortbewegung
Deckungslose Strecken: rasch laufend. springend.
Lebensraum: Flussufer, Schilf, Rohrglanzgras, Seggen, Hochgrasflure (Mindesthöhe 50 cm) Nur Halme weniger als 7 mm. Reine Schilfbestände werden gemieden.
Nahrung
Samen, grüne Pflanzenteile
Tierisch: Insekten, wirbellose Tiere (wenig)
Winter: tierisch, überwinternde Insektenstände
Schäden
Beeren, Saatrüben
Revier
Männchen größer als die der Weibchen; ca. 5-50 Individuen pro Hektar
Populationsdichte
schwankend, 17–233 pro Hektar
Fortpflanzung
Mrz - Okt / 2 - 3 x pro Jahr
Tragzeit: 21 Tage
Anzahl Junge: 4 - 7
Söugen: 15 Tage
Eigenständig: 11 Tage (Nahrungsaufnahme außerhalb der Nests)
Selbständig: 15 Tage
Geschlechtsreife: 6 - 7 Wo
Feinde / Krankheiten
Feinde:
Mauswiesel, Hermelin, Fuchs, Eule, Rabenvögel, Würger.
Übertragbare Krankheiten:
Hantaviren: über Kot, Urin, Speichel.
Lymphozytäre Choriomeningitis: Virus, Entzündungen Hirnhaut
Bakterielle Infektionen:
Salmonellose: Magen-Darm-Erkrankungen
Leptospirose: Kontakt mit infiziertem Urin
Hasenpest: hochinfektiöses Bakterium, direkter Kontakt, Stiche von Parasiten
Rattenbissfieber: durch Bisse, Kratzer
Bau
Bau: legt im Sommer runde Nester im Hochgras (Schilf, Getreide, Gras) oder Sträuchern (Bsp.: Brombeere)an
Höhe: 20–50 cm über Boden. Variiert, in Hochwassergebieten über 1 Meter
Mit dem Bau beginnt die Zwergmaus stets in der Nacht.
Frische Blätter in gewünschte Länge gebracht, miteinander verflochten. Damit sie grün bleiben, werden sie erst nicht von Stängeln getrennt(Tarnung). Steht das Gerüst (ca. 23 Blätter), fortan auch tags am Nest gearbeitet. Um die Blattspreiten auszufasern, zieht sie die Blätter mit den Pfoten durch ihre Schneidezähne.
In kleinen Abschnitten von rund 1–2 mm arbeitet sie sich vorwärts, bis das Blatt in fast einheitliche Streifen zerlegt wurde. So entstehen aus 1,2–2,5 cm breiten Blättern 9–23 Streifen. Ein Blatt wird je nach Zugänglichkeit und Stellung des Blattes im Nest zwischen 9 und 19 cm tief eingerissen. Verflochten werden nur die Enden.
Nest für Junge: kompakte Kugelca. 10 cm, an Halmen aufgehängt. Verschlossenes Eingangsloch. Weibchen außerhalb Nest, Jungtiere alleine.
Wurfnester im Gegensatz zu Schlafnestern nicht 2, sondern nur 1 Eingang.
Kommunikation
Orientierung:
Sehsinn: ist vergleichsweise schlecht entwickelt. Dennoch vermag sie es Veränderungen von Schatten aus einigen Metern Entfernung wahrzunehmen.
Lautäußerungen: großes Lautinventar. Besonders auffällig sind die Balzrufe der Männchen, eine langvokalige Rufreihe, welche mit steigender Erregung an Intensität gewinnt.
Drohrufe, ein Pfeifen und Kontaktlaute von Jungtieren vernommen werden. Ihr Gehörsinn ist ausgezeichnet, so nimmt sie Geräusche von bis zu 7 m Entfernung wahr.
Geruchssinn: ist sehr wenig bekannt. Angenommen wird, dass er vor allem zur Abgrenzung der Reviere dient.
Zwergmaus Ende
die häufigsten Kurzschwanzmäuse im Garten:
Feldmaus, Erdmaus, Rötelmaus, Schermaus (Wasserratte)
Gattung: Rötelmäuse / Familie: Wühlmäuse
Rötelmaus
Gattung: Feldmäuse / Familie: Wühlmäuse
Feldmaus
Merkmale
Körperform: gedrungen
Schwanz: ist halb so lang wie ihr Körper
Schäden: in Gärten groß, durch Graben im Erdreich, Anfressen von Wurzeln, Blumenzwiebeln, Knollen, flache Erdhügel (mit Ausnahme der Feldmaus), fräsen mehrere cm tiefe Schneisen durch den Rasen, unzählige Erdlöcher
Gattung: Feldmäuse / Familie: Hamster- und Wühlmausartige
Kurzschwanzmaus


Links: Dieter TD, first upload in de wikipedia on 13:31, 28. Apr 2005 by Dieter TD, CC BY-SA 3.0 <http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/>, via Wikimedia Commons
Rechts: Wilhelm Zimmerling PAR, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons
Allgemeines
Alter: bis 9 Mon
Größe: Kopf-Rumpf 7 - 11 cm
Schwanz: 2,6 - 3,6 cm, Oberseitig etwas dunkler, kurz.
Ohren: nicht im Fell verborgen. Ohrinnenrand nur kurz behaart.
Augen: Augen im Vergleich mit vielen anderen Wühlmäusen relativ groß, in der Mitte zwischen Ohransatz und Schnauzenspitze.
Oberseite: braun, gelegentlich braungrau und gelblich
Unterseite: weißgrau bis gelbgrau, Übergang fließend
Fell: nicht sehr dicht
Gewicht: 14 - 37 g
Lebensweise
Aktivität: regelm. Rhythmus von 2 Std außerhalb des Baues anzutreffen. Hohe Anzahl Aktivitätsphasen aufgrund hohen Stoffwechsels/ Nahrungsbedarf + notwendigen Kontrollgängen des Territoriums.
Zwischen zwei Abenddämmerungen 8 – 10 Aktivitätsphasen (Länge je Witterung).
Lebensweise: ausschließlich in offenen Lebensräumen zu finden. Kann weder gut springen noch klettern. Keine hervorragende Schwimmerin, ist in der Lage, sich durch vierbeiniges Paddeln bei Überschwemmungen in Sicherheit zu bringen.
Fell weist keinerlei wasserabweisende Wirkung auf, sodass es in wenigen Minuten durchnässt ist.
Lebensraum: Wiesen und Felder der offenen Kulturlandschaft mit tiefgründigen Böden, niedrigen Gräsern und tief liegendem Grundwasserstand. Im Siedlungsbereich bewohnt sie Gärten, Parks und Grünflächen an Straßenrändern.
Nahrung
selektiv vorkommende Gräser + Kräuter ( Löwenzahn, Klee besonders beliebt) . In geringerer Anzahl andere Pflanzenarten.
Winter: Samen, unterirdische Pflanzenteile, Rindenstücke.
Häufig sammelt sie auch Nahrung in Eingängen und Vorratslagern.
Tierisch: Insekten phasenweise, 20 % wichtigen ihrer Ernährung.
Schäden
Ackerbau: fressen Getreide, Raps, Rüben (kahle Stellen auf Feldern)
Grünland: Abfressen der Grasnarbe, Aufwerfen von Erdhügeln (Dreck gerät ins Viehfutter)
Bodenbearbeitung: Moderne Verfahren wie Direktsaat (Pfluglos) begünstigen die Population, da ihre Gangsysteme nicht zerstört werden
Revier
♀ 00 – 400 m² / ♂ 1200 – 1500 m².
Männlich: das ganze Jahr Einzelgänger,
Weibchen: Familienverbände mit ihren Jungen, lösen sich i.d.R. nach drei Wochen wieder auf
Populationsdichte
3–5 pro 100 m² / 10–25 pro 100 m² stellen bereits eine hohe Dichte
Fortpflanzung
Mai - Jun (beste Zeit) / 2 - 3 x pro Jahr
Bei hohen Dichten häufig Gemeinschaftsnester (bis zu 3 Weibchen) / Sexuell heranreifende Jungtiere + einzeln lebende Weibchen werden von der Gruppe nicht geduldet.
Tragzeit: 19 - 21 Tage
Anzahl Junge: 4 - 7
Selbständig: 34 Tage
Geschlechtsreife: ab 13 Tage
Feinde / Krankheiten
Feinde:
Mauswiesel, Hermelin, Fuchs, Hauskatze, Iltis, Wildschwein, Mäusebussard, Waldohreule, Sumpfohreule, Schleiereule.
Nestlinge werden auch von Waldspitzmaus und Gartenspitzmaus erbeutet.
Übertragbare Krankheiten:
Borna-Krankheitsvirus 1 (BoDV-1)
Hantavirus
Salmonellen
Leptospirose
Bau
Bau: in frische - mäßig trockene Böden mit tief liegendem Grundwasserstand.
Baueingang: 3,5 cm (im Gegensatz zu Maulwurfshügeln ist der Auswurf gering und um das Loch gestreut)
Tunnelsystem mit Laufwegen im Gras, in erster Linie zur Flucht. Oberirdische + unterirdische Gänge mit Fallröhren ausgestattet, werden von gesamter Kolonie genutzt.
Schutz vor Oberflächenwasser: gräbt Gänge zunächst sehr tief, bevor sie wieder nach oben führen. Mindestens 30 cm tief. Noch tiefer gelegene, selten genutzte Tunnelsysteme des Maulwurfs werden bei Frost mitgenutzt. Blind endende Teilstücke: schnelle Zuflucht + Fraßplatz. Kotplätze in den oberirdischen Laufwegen. Grasnest: fein zerfasert, trocken, in einer eigenen Kammer, 20–50 cm tief
Kommunikation
Orientierung:
Sinne gut ausgeprägt.
Besonders: besitzt die Wahrnehmung von Ultraschallgeräuschen zur innerartlichen Verständigung. .
Lautäußerungen: Charakteristisches helles, einsilbiges Quieken stellt ein Ihre Angst- und Drohruf dar.
Geruchssinn: Der gute Geruchsinn dient ebenfalls zur Kommunikation und zur Feinderkennung
Sehsinn: Augen liegen weit oben, um Feinde aus der Luft rechtzeitig zu bemerken.
Feldmaus Ende
Gattung: Feldmäuse / Familie: Wühlmäuse
Kurzschwanzmaus


Links: Anne Burgess / Field Vole (Microtus agrestris)
Rechts: James Lindsey at Ecology of Commanster, CC BY-SA 2.5 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5>, via Wikimedia Commons
Allgemeines
Alter: bis 15 Mon
Größe: Kopf-Rumpf 9 - 12 cm
Schwanz: 3,1 - 4,0 cm, Oberseitig etwas dunkler, kurz.
Ohren: Ohren sind im Fell verborgen. Ohrinnenrand borstig behaart
Augen: liegen nahe der Nase
Oberseite: wirkt rau/struppig, graubraun gefärbt
Unterseite: hellgrau, selten mit gelb- oder rötlichem Farbton
Gewicht: 20 - 55 g (Männchen größer als ♀)
Lebensweise
Aktivität: tag-u. nachtaktiv, mehrere, über den Tag verteilte Aktivitätsphasen. nächtliche stärker ,besonders bei Dämmerung + früher Abend. Regelmäßige Ruhe- und Aktivitätsphasen nur, wenn reichlich Nahrung vorhanden.
Lebensraum: kühle, feuchte Gebiete mit Jahresniederschlag mind. 600 mm + Durchschnittstemperatur nicht mehr als 8°C.
Muss eine gute Deckung der Kraut- und Strauchschicht aufweisen. Typische Ungemähte, bodenfeuchte Wiesen, Moorflächen, Auwälder, Gräben, Waldlichtungen, Kahlschläge.
Wasserbedarf: bei 25 Grad benötigt sie fast doppelt so viel Wasser wie die Feldmaus !
Nahrung
Rein pflanzlich: grüne Teile von Pflanzen, Setzlingen, Samen. (bei Nahrungsmangel nagt sie auch an Wurzeln, Rinden von jungen Nadel- und Laubbäumen (Buche, Eiche, Esche, Ahorn), wobei der Verzehr durch Mineralstoffmangel induziert wird.
Zähne dringen horizontal ins Holz ein, hinterlassen charakteristische Abdrücke, Breite 0,7 – 1 mm.
Schäden
Forst: Winter erhebliche Schäden an jungen Bäumen, Sträuchern, indem sie Rinde und Splintholz am Stammfuß annagen, oft bis zum Totalverlust (Geringeln), aber auch an Wurzeln und Trieben, was zu Entwicklungsstörungen oder Absterben führ
Gärten: an unterirdischen Pflanzenteilen und Rinden
Gebäude: Materialschäden durch Annagen von Kabeln
Revier
♂ Paarungszeit: ca. 1434 ± 910 m² (wird aggressiv gegenüber Artgenossen verteidigt)
♂ außerhalb Paarungszeit: 600 ± 447 m²
♀ Paarungszeit: 773 ± 547 m²
♀ außerhalb Paarungszeit: 480 ± 357 m²
Während säugen: 67 m²
Populationsdichte
hohe Populationsdichten,
in Ausnahmefällen bis 300 pro Hektar.
Fortpflanzung
Mrz - Okt (Hauptzeit Mai-Aug) / 4 x pro Jahr
Tragzeit: 20 - 21 Tage
Anzahl Junge: 3 - 8
Selbständig: 14 Tage, werden vertrieben.
Erneute Begattung unmittelbar nach der Geburt möglich, Wurfintervalle 3 Wo
Feinde / Krankheiten
Feinde:
Waldkauz, Raufußkauz, Schleiereule, Waldohreule, Fuchs, Hermelin, Mauswiesel, Marder.
Nestlinge werden auch von Waldspitzmaus und Gartenspitzmaus erbeutet.
Übertragbare Krankheiten:
Borna-Krankheitsvirus 1 (BoDV-1)
Hantavirus
Salmonellen
Bau
Bau: legt ihr Gangsystem je nach Bodenfeuchte teilweise unterirdisch oder bei nassen Standorten fast ausschließlich oberirdisch an.
An trockenen Standorten befinden sich Gänge, Kammern und Kotablageplätze dicht an der Oberfläche oder zum Teil in der verfilzten Krautschicht.
An sehr nassen Standorten baut sie oberirdische Grasnester in Seggenbulten oder Wurzelnischen von Gehölzen
Kommunikation
Lautäußerungen: meist auffallend, so werden Begegnungen zweier Tiere häufig durch ein Rattern begleitet. Angst- und Drohrufe können als „tucktucktuck…“ ebenfalls gehört werden.
Geruchssinn: zur innerartliche Verständigung und zur Feinderkennung sehr wichtig (intensive moschusartiger Geruch der Männchen sehr wahrscheinlich der Geschlechterfindung und territorialen Abgrenzung)
Erdmaus Ende
Gattung: Rötelmäuse / Familie: Wühlmäuse
Kurzschwanzmaus
Links: Reinhold Möller, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons
Mitte: Photopippo, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons
Rechts: xulescu_g, CC BY-SA 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0>, via Wikimedia Commons

Allgemeines
Alter: 18–21 Mon. (Sterblichkeit erste 6 Wo: 60 %; Wintersterblichkeit: 15 %.)
Größe: Kopf-Rumpf 7 - 13 cm
Schwanz: 3,5 - 7,0 cm, verhältnismäßig lang, Haarpinsel am Ende, deutlich zweifarbig, oben dunkler.
Ohren: nicht im Fell verborgen.
Augen: im Vergleich mit anderen Wühlmäusen relativ groß
Oberseite: variabel, charakteristische rötliche Färbung, mit gräulichen Flanken
Unterseite: hellgrau, auch gelblich-grau
Gewicht: 15 - 49 g
Lebensweise
Aktivität: tag-u. nachtaktiv
Im Winter hält sie sich unter Laub auf, wo sie die Verrottungswärme im Inneren zum Aufwärmen nutzt.
Pro Tag zwischen 3 + 9 Aktivitätsphasen (Herbst Max.)
Anzahl + Dauer steigt mit Populationsdichte und Weibchenanteil.
Lebensraum: (auch „Waldwühlmaus“ gneannt) Bevorzugt Laub/Mischwälder mit gut entwickelter Kraut/Strauchschicht., Auch Nadelwälder. Bewohnt Waldränder/Lichtungen mit niedriger geschlossener Vegetation o. hohem Gras. Hohe Bestandsdichten meist in Wäldern mit feuchten, nassen Böden o. Hochstaudenfluren in Feuchtgebieten.
Nahrung
Frühjahr: vorwiegend Keimlinge, Gräser, Kräuter. Sommer + Herbst: zusätzl. Moos, Pilze, Rinde, Früchte, Samen.
Frühjahr/Sommer 40–60 % grüne Pflanzen Herbst/Winter 20–50 % Samen
Herbst ergänzt Beeren, Früchte, Pilze.
Heidelbeeren im Habitat: verzehr bei Reife fast ausschließlich diese.
Tierisch: als Eiweißlieferant während Fortpflanzung, Insekten, Würmer, Schnecken, manchmal Vogeleier.
In Forstwäldern auf Baumrinde angewiesen (deshalb als Schädling betrachtet)
Winter + Herbst Vorräte: Nüsse, Eicheln, Bucheckern in Baumhöhlen/ unterirdischen Fraßhöhlen.
Lange Winter: Vorratsmangel, Wurzeln + Rinden von Bäumen (bevorzugt Holunder)
Schäden
Forst: Fraß an Baumrinden
Gärten: Fraß an Pflanzen
Gebäude: Materialschäden durch Annagen von Kabeln
Revier
♂ ca. 380 – 2208 m² (wird aggressiv gegenüber Artgenossen verteidigt)
♀ : t 261 – 1292 m²
Populationsdichte
9–34 pro Hektar. Unter günstigen Bedingungen >50 /ha.
Fortpflanzung
variiert je Land: Feb - Okt / 2 - 3 x pro Jahr
Tragzeit: 17 - 23 Tage
Anzahl Junge: 2 - 6
Kommunikation: schnell nach Geburt Pfeiftöne
Öffnen der Augen: 12 - 13 Tage
Selbständig: 25 Tage
(Frühjahr 3–4 Mon./ Herbst 2 Mon.)
Feinde / Krankheiten
Feinde:
Waldkauz, Raufußkauz, Schleiereule, Waldohreule, Fuchs, Hermelin, Mauswiesel, Marder.
Nestlinge werden auch von Waldspitzmaus und Gartenspitzmaus erbeutet.
Übertragbare Krankheiten:
Borna-Krankheitsvirus 1 (BoDV-1)
Hantavirus
Salmonellen
Bau
Bau: 12 cm großes Nest, unterirdisch bis 45 cm. Häufig auch einige cm über Boden im Gestrüpp, in Baumstümpfen, unter Stämmen.
Je Baumaterial: aus Moos, aus getrockneten Blättern mit Moos, aus Bastfasern.
Als Aufenthaltsort, Fraßplatz, Vorratskammer, Jungenaufzucht.
Gänge: kurzer Jagdgang, endet in Laubstreu, Fluchtgang, 1 längerer Gang, Ausgang gut bedeckt. Weitere Jagd/Laufgänge, in regelmäßigen Abständen durch Schlüpflöcher in Verbindung, nur wenige cm unter Oberfläche. Können oberirdisch in ausgedehntes Wegenetz im Laub übergehen.
Kommunikation
Riechsinn: Duftmarkierungen zur Unterscheidung Fremden oder eigene Verwandtschaft. Urin männlicher Tiere, um soziale Kontakte zu pflegen und Territorien abzugrenzen.
Lautäußerungen: zur Kommunikation eine Reihe von Zirp-, Zwitschm Schnarrlauten.
Ultraschalllaute: von Jungtieren und während der Paarung
Orientierung: hervorragend. Wandern oft 600 Meter lange Strecken. Ihre Fähigkeit sich im Gelände zu orientieren steigt mit dem Alter.
Kann jedoch ab Distanz von 1 km nicht mehr zum Bau zurückfinden.
Grabvermögen: ausgezeichnet, kann sich bei Gefahr innerhalb von kürzester Zeit in lockere Erde eingraben.
Rötelmaus Ende
Gattung: Schermäuse / Familie: Wühlmäuse
Kurzschwanzmaus
Links: David Kastrup, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons
Mitte: PJeganathan, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons
Rechts: Rabensteiner, Public domain, via Wikimedia Commons
Gattung: Schermäuse / Familie: Wühlmäuse
Kurzschwanzmaus
häufig an Bächen und in Feuchtgebieten
Körperform: größter aller Wühlmäuse
Größe: (etwas kleiner) am Rumpf 8 - 11,5 cm
Schwanz: 10 - 14,6 cm
Oberseite Fell: dicht, glänzend, meist dunkelbraun, Schwanz heller
Unterseite: weißlich - gelblich
Gewicht:bis 320 g
Schermaus Ende