Foto 1: Schorle, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons
Foto 2: Strubbl, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons
Foto 3: Michael Gäbler, CC BY 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/3.0>, via Wikimedia Commons
Allgemeines
Merkmale
Sinnesorgane
Nahrung / Vorratshaltung
Lebensweise / Verhalten
Fuchsbau
Lautäußerungen
Paarung
Nachwuchs
Feinde
Krankheiten
Allgemeines
Alter: bis 15 Jahre
Größe: Höhe bis 50 cm / Länge bis 80 cm
Schwanz: 57 - 77 cm (dadurch von Wühlmäusen unterscheidbar, mit ringförmigen Schuppen bedeckt, kaum behaart)
Gewicht: ausgewachsen ca. 6 kg (5-8 kg)
Aussehen: ähnlich braun-grau-gemusterten
Hauskatze, aber buschiger Schwanz mit
dunklen Ringen und stumpfem, schwarzen
Ende;
Fellzeichnung: nicht kontrastreich,
sondern verwaschen; besonders im
Winterfell gedrungen und kräftiger als
Hauskatze wirkend
SCHNELLIGKEIT
im Sprint bis 50 km/h
SPRÜNGE
aus dem Stand: Höhe bis 180 cm / Weite bis 5 m
Pfotenabdruck: wie Hauskatze: rundlicher
Umriss; Ballen + vier Zehen, aber
keine Krallen im Abdruck (von den fünf
Vorderzehen erscheint der Daumen nicht
im Abdruck, die hinteren Pfoten haben nur
vier Zehen)
Lebensweise
Lebensweise: überwiegend nachtaktiv, immer „in Deckung“. Hat mit unserer Hauskatze nur wenig gemein.
Tagschläfer: verschlafen den Tag in bodennahen Baumhöhlen/hohlen Baumstämmen, Reisighaufen, Wurzelhöhlungen, Holzpoltern am Waldweg. Manchmal nutzen sie Felsspalten + Erdbauten von Dachs/Fuchs.
Oberirdische Schlafplätze verästelte Baumkronen, alte Hochsitze, wenn leicht zu erklettern .
Lebensraum: vor allem in strukturreichen Laub/Mischwäldern mit Lichtungen +Waldwiesen. Von dort wandern die überwiegend nachtaktiven Tiere entlang versteckreicher Hecken, Wegränder und Ufer von Fließgewässern auch bis in die offene Kulturlandschaft. Hier werden Brachen und Grünlandflächen als ergiebige Jagdhabitate, aber auch benachbarte Waldlebensräume aufgesucht. Ausschlaggebend für die Nutzung offener Lebensräume ist ein ausreichendes Angebot deckungsbietender Strukturen. Auch artenreiche Halboffenlandschaften, die in unserer Kulturlandschaft leider kaum noch existieren, bieten Lebensräume für Wildkatzen
Nahrung
Reptilien, Amphibien, Kleinsäuger, Fische
Schäden
Revier
Im Jahresverlauf genutzte Streifgebiet
Kater 1.500 -3.000 Hektar (ca, wie Rotwild). große Überlappungsgebiete
Weiblicher Katzen 300 - 800 Hektar (grenzen sich streng zu anderen Kätzinnnen ab)
Große Teile des Streifgebietes werden von beiden Geschlechtern sehr regelmäßig kontrolliert.
Populationsdichte
0,3–0,5 pro 100 Hektar.
In besiedelten Gebieten nur 0,2 /100 ha.
Fortpflanzung
Jan - Mrz, 8 Würfe pro Jahr)
Tragzeit: ca. 68 Tage
Wurfgröße: 2 - 6 (meist 4)
Bei Geburt: blind, taub, ca. 100 g
Augen: öffnen nach 7-13 Tagen
Laufen nach ca. 16-20 Tagen
Spielen: mit 4-5 Wochen
Selbständig: 3 Mon.
Geschlechtsreife: 1,5 - 2 Jahre
Kater erweitern auf der Suche nach paarungsbereiten Weibchen ihre Streifgebiete.
Bei Verlust der Jungen, (z.B. durch Fressfeinde) findet eine erneute Verpaarung statt. Diese Geburten erstrecken sich bis Sep.
Feinde / Krankheiten
Feinde:
Hohe Jungensterblichkeit, meist nur 1 von 4 Welpen
Straßenverkehr, Holzpolter
Natürliche: Fuchs, Luchs, Uhu, Baummarder
Übertragbare Krankheiten:
Viren: Katzenschnupfen, Katzenseuche, Katzenleukämie (FeLV), Katzen-Aids (FIV), Feline Infektiöse Peritonitis (FIP).
Parasiten: Würmer (Spul-, Bandwürmer), Milben, Toxoplasma.
Bakterien & Pilze: Ringelflechte (Hautpilz).
Übertragung durch Hauskatzen: Krankheiten von Hauskatzen sind eine große Bedrohung, da die Immunsysteme der Wildkatzen oft nicht darauf vorbereitet sind
Bau
Fuchs-u.Dachsbauten, Holzpolter, Baumhöhlen
Kommunikation
Geruchs- und Gehörsinn:
Pheromone: Die wichtigste Form.
Reviermarkierung: Reiben an Bäumen/Objekten hinterlässt Duftmarken.
. Akustische Kommunikation:
Leise Laute: Miauen ist bei Wildkatzen seltener als bei Hauskatzen, da es Aufmerksamkeit erregt.
Fauchen/Knurren: Abwehr und Warnung.
Schnurren: Kann bei Freude oder Erregung vorkommen, aber nicht so konstant wie bei Hauskatzen.
Verwirrungs-, Abwehr- und Schmerzlaute: bei erwachsenen Tieren fixer Bestandteil der innerartlichen Kommunikation
Markierungen: Duftspur durch Harnmarken , (Verteidigung Territorium, Botschaften). Eine Art Visitenkarte über Geschlecht, Sozialstaus, Fortpflanzungs- u. Gesundheitszustand.Der individuelle Duft wird vererbt wird,
Hauptsächlich lautlos und subtil, basierend auf Körpersprache, Geruch (Pheromone) und leisen Lauten, um Feinde nicht anzulocken oder Beute zu verscheuchen. Sie nutzt Duftmarken zum Reviermarkieren und zur Kommunikation sozialer Botschaften, lehnt sich an Gegenstände oder reibt sich an Artgenossen. Körperkontakt wie Köpfchengeben dient der sozialen Bindung, während Fauchen, Knurren und Schnurren (weniger als bei Hauskatzen) als Warn- oder Erregungssignale dienen.
Urinieren: Auch zur Reviermarkierung.
Tastsinn: Tastrezeptoren am Körper und an der Nase helfen bei der Erkundung und Interaktion.
Fuchs: Jaulen